Der Zeckensaison trotzen: Wie Sie sich schützen können | silberFuchs

Der Zeckensaison trotzen: Wie Sie sich schützen können

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Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen. Erfahren Sie, wie Sie sich mit einfachen Massnahmen und der richtigen Impfung vor den kleinen Blutsaugern schützen können.

Zecken sind nicht nur unangenehme Begleiter bei einem Spaziergang im Wald oder einem Ausflug in die Natur; sie können auch gefährliche Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Doch es gibt Schutzmassnahmen, die wirksam verhindern können, dass es zu einer Infektion kommt. Eine der wichtigsten Vorsorgemassnahmen ist die FSME-Impfung.

Was ist FSME und wie wird es übertragen?

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Virusinfektion, die hauptsächlich durch Zeckenstiche übertragen wird. Sehr selten kommt es auch zu einer Infektion durch den Verzehr von Rohmilch von Ziegen, Schafen oder Kühen. FSME kann zu Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks führen, was zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen. Besonders Erwachsene, vor allem ab 40 Jahren, sind anfälliger für schwere Verläufe der Krankheit.

Zecken sind weit verbreitet und können in vielen Ländern zu FSME-Infektionen führen. In der Schweiz gilt praktisch das ganze Land, mit Ausnahme des Kantons Tessin, als Risikogebiet. Für alle, die sich in diesen Gebieten aufhalten oder dort wohnen, ist eine Impfung gegen FSME ratsam.

Wie kann man sich vor FSME schützen?

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt allen Erwachsenen und Kindern ab drei Jahren, die in einem Risikogebiet leben oder sich dort aufhalten, eine Impfung gegen FSME. Die Impfung schützt vor der Virusinfektion und kann in Arztpraxen sowie in einigen Apotheken durchgeführt werden. Die Kosten für die Impfung betragen rund 120 Franken, wobei die obligatorische Krankenkasse diese in der Regel übernimmt. In manchen Fällen, wie etwa bei einer beruflichen Exposition in Wäldern oder anderen risikobehafteten Bereichen, wird die Impfung sogar vom Arbeitgeber übernommen.

Wie wirkt sich die Impfung aus?

Die FSME-Impfung ist allgemein gut verträglich. Wie bei jeder Impfung können auch hier lokale Reaktionen wie Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle auftreten. In den ersten Tagen nach der Impfung sind auch allgemeine Symptome wie leichte Fieber, Kopf- oder Muskelschmerzen möglich. Diese Reaktionen sind in der Regel mild und klingen schnell wieder ab. Schwere Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen oder neurologische Beschwerden sind sehr selten, können jedoch auftreten.

Die FSME-Impfung: Wie funktioniert sie?

Die Impfserie besteht aus drei Dosen. Die ersten beiden Dosen werden in der Regel im Abstand von einem Monat verabreicht, die dritte Dosis nach 5 bis 12 Monaten. Nach Abschluss dieser Grundimmunisierung ist der Schutz für mindestens 10 Jahre gewährleistet. Das BAG empfiehlt eine Auffrischimpfung alle 10 Jahre. Der ideale Zeitpunkt für die Impfung ist der Winter, da man so frühzeitig vor der Zeckensaison im Frühjahr geschützt ist. Natürlich kann die Impfung aber auch zu jeder anderen Jahreszeit durchgeführt werden. Um den Schutz langfristig zu erhalten, sind Auffrischimpfungen alle drei bis fünf Jahre nötig, je nach Alter und Impfstoff. Bei Menschen ab 50 Jahren wird die Auffrischung alle drei Jahre empfohlen.

Zusätzliche Schutzmassnahmen gegen Zeckenstiche

Neben der FSME-Impfung ist es wichtig, auch andere Schutzmassnahmen zu ergreifen, um Zeckenbisse zu vermeiden. Zecken halten sich vor allem in hohem Gras, Gebüschen und im Unterholz auf, nicht in Bäumen, wie oft fälschlicherweise angenommen wird. Daher sollte man beim Wandern oder Spaziergängen in der Natur lange Kleidung tragen, die die Haut bedeckt. Das Hosenbein in die Socken zu stecken und feste Schuhe tragen, kann ebenfalls helfen, Zecken fernzuhalten. Für unbedeckte Hautstellen können zeckenabweisende Mittel wie Sprays oder Lotionen verwendet werden, die den Kontakt mit den Parasiten verhindern.

Nach einem Aufenthalt in der Natur sollte man sich und seine Kleidung gründlich auf Zecken untersuchen, um die kleinen Tiere schnell zu entfernen. Dabei gilt: Je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Infektion. Während die Borreliose, eine weitere von Zecken übertragene Krankheit, erst nach mehreren Stunden Saugzeit übertragen wird, können FSME-Viren bereits zu Beginn des Zeckenbisses weitergegeben werden. Daher ist die Impfung gegen FSME der effektivste Schutz.

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